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Kritisch setzte sich die Junge Union (JU) Frankenberg mit den Plänen des Landkreises Waldeck-Frankenberg auseinander, die Bahnstrecke von Frankenberg nach Korbach dauerhaft zu reaktivieren.

Der Vorsitzende der JU Frankenberg, Christoph Müller, erläuterte die Position des Stadtverbandes: „Diese Pläne zur Inbetriebnahme der Bahnstrecke sind alter Wein in neuen Schläuchen. Die Verbindung Frankenberg-Korbach ist unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht effizient zu betreiben, da schlichtweg keine Nachfrage nach einer Zugverbindung von Frankenberg nach Korbach besteht. Die Bahnstrecke wurde seinerzeit schließlich nicht ohne Grund deaktiviert.“

Die Frankenberger JU, so Müller weiter, lehne die Inbetriebnahme der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach jedenfalls ab: „Unsere Position in dieser Angelegenheit ist bekannt. Wir sagen schon seit vielen Jahren, dass das Geld für eine Reaktivierung anderswo besser angelegt ist. In diesem Zusammenhang erinnere ich gerne an das seinerzeit abgeschaffte Fifty-Fifty-Taxi.“

Auch der stellvertretende Vorsitzende des Frankenberger Unions-Nachwuches, der Stadtverordnete Nico Pohl, sieht die Reaktivierungspläne sehr kritisch: „Ich warne eindringlich vor einer dauerhaften Inbetriebnahme der Bahnstrecke. Frankenberg würde dadurch intensiven Belastungen ausgesetzt. Nicht nur, dass unsere vier Bahnübergänge stündlich für unschöne Rückstaus in der Frankenberger Innenstadt sorgen würden, auch die Unterhaltungskosten für den Betrieb der Bahnübergänge würden an der Stadt Frankenberg hängen bleiben.“ Dies, so Pohl weiter, sei nicht im Interesse der Frankenberger, da der städtische Haushalt dadurch ohne Not zusätzlich belastet würde.
Die  Reaktivierung der Bahnstrecke würde viele Bemühungen der Frankenberger Stadtpolitik konterkarieren, erklärte Pohl: „Wir arbeiten in Frankenberg derzeit intensiv an einem Energiekonzept und diskutieren zudem  über ein Nahverkehrskonzept. Außerdem ist das Hauptaugenmerk unserer Politik auf die Konsolidierung der städtischen Finanzen gerichtet. All diese spannenden und lohnenswerten Initiativen wie Debatten würden mit einem Schlag zunichte gemacht.“

Darüber hinaus, so Müller und Pohl, müsse dringend geklärt werden, welche Rolle der Güterverkehr auf einer möglichen Bahnstrecke Frankenberg-Korbach spielen werde: „Die Vorstellung langer Güterzüge, die ständig durch Frankenberg fahren, ist nicht angenehm. Der Landkreis muss hier aus unserer Sicht ganz klar Stellung beziehen, inwiefern die Bahnstrecke auch für den Güterverkehr genutzt würde.“ Denn, so Müller und Pohl weiter, lange Güterzüge in Frankenberg wären eine Zumutung für die gesamte Stadt und damit nicht hinnehmbar.

Christoph Müller und Nico Pohl forderten den Landkreis abschließend auf, Frankenberg nicht durch eine Reaktivierung der Bahnstrecke nach Korbach zu belasten: „Frankenberg darf dadurch nicht belastet werden. Die Bürgerinnen und Bürger Frankenbergs würden viel eher von einer effizienten und sachgerechten Planung der dringend notwendigen Ortsumgehungen und Ausbaumaßnahmen entlang der Frankenberg umgebenden Bundesstraßen profitieren. Wir fordern den Landkreis auf, seine Energie darauf zu konzentrieren und nicht auf verkehrspolitische Wunschträume.“

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